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Geschichte der Suchmaschinen: Ein kurzer Überblick

Geschichte der Suchmaschinen: Ein kurzer Überblick

25. November 2021
Geschichte der Suchmaschinen: Ein kurzer Überblick 18

Menschen, die beruflich oder privat viel mit dem Computer machen, nutzen natürlich auch eine Suchmaschine. Im Grunde ist eine Suchmaschine so etwas wie ein Lexikon, also ein Nachschlagewerk, nur dass sich dieses Lexikon als Netzwerk in einem Computer befindet. Die wohl bekannteste Suchmaschine ist Google, ein Unternehmen aus den USA, was sogar ein eigenes Verb (googeln) hat. Im Unterschied zum klassischen Lexikon ist eine Suchmaschine deutlich schneller und bietet eine unendliche Anzahl von Suchbegriffen.

Wie ist die Suchmaschine eigentlich entstanden?

Die Geschichte der Suchmaschinen geht zurück bis ins Jahr 1996. Damals wurde die erste Maschine dieser Art entwickelt, die einen selbstständigen Suchindex enthielt. Der Schwerpunkt dieser Maschine lag dabei auf einer einfachen Frage-und-Antwort-Szene. Der Suchmaschine zugrunde liegt ein Algorithmus, der so ausgelegt ist, dass alle Fragen in ganzen Sätzen beantwortet werden. „Ask“, also Frage, war die erste Suchmaschine in den USA, die im Laufe der Zeit immer mehr von Google verdrängt wurde.

Wann entstand Google?

Ein Jahr nach Ask, im Jahre 1997, wurde Google aus der Taufe gehoben, die Suchmaschine, die weltweit von den meisten Menschen genutzt wird. Inzwischen hat das Unternehmen einen Marktanteil von sagenhaften 90 Prozent und wird in 173 Sprachen und sogar in Kunstsprachen angeboten. Google bietet aber nicht einfach nur die Möglichkeit, nach Begriffen zu suchen, sondern hat auch einen ganzen Werkzeugkasten mit dabei. Dazu gehören unter anderem Google AdSense oder Google Trends. Google wird in einigen Ländern nicht so gerne gesehen, zum Beispiel in China, denn dort gibt es eine eigene Suchmaschine.

Baidu – die Suchmaschine für China

Im Jahre 2000 ging in China mit Baidu eine eigene Suchmaschine ans Netz. Seitdem ist sie unangefochten die Nummer eins im größten Land der Welt. Das Unternehmen ist sogar an der Börse in Peking notiert und liegt in der Hitliste der am meisten genutzten Suchmaschinen weltweit auf Platz fünf. Baidu arbeitet mit einem klassischen Suchindex und ähnelt damit einer Enzyklopädie im Stil von Wikipedia. Da China viele Einwohner hat, ist natürlich der globale Anteil von Baidu sehr hoch. In China nutzen 70 Prozent die Suchmaschine, aber nur zwei Prozent Google.

Bing – die Suchmaschine von Microsoft

Auf dem zweiten Platz der beliebtesten Suchmaschinen liegt Bing, die Suchmaschine aus dem Hause Microsoft. 2009 gegründet, hat Bing weltweit einen Anteil von 2,6 Prozent, in Deutschland suchen rund vier Prozent regelmäßig mit Bing. Im Unterschied zu den anderen Anbietern ist es Microsoft wichtig, nicht einfach nur als eine Art Suchdienst betrachtet zu werden, Microsoft versteht sich als „Entscheidungsmaschine“. Derjenige, der mit Bing sucht, bekommt die schwierigen Entscheidungen abgenommen oder er wird bei der Entscheidungsfindung tatkräftig unterstützt. Für viele ist Bing vor allem, was Videos und Bilder angeht, eine Alternative zu Google.

DuckDuckGo – für alle, die keine Werbung wollen

Ständige Werbung nervt, selbst bei der Suche nach bestimmten Begriffen im Internet. Wer sich so etwas ersparen möchte, sollte mit DuckDuckGo suchen. Diese Suchmaschine gibt es seit 2008, sie ist im Grunde eine Mischung aus einem Webcrawler und einer Meta-Suchmaschine. Das Besondere an DuckDuckGo ist, dass diese Suchmaschine keine personenbezogenen Daten seiner Nutzer speichert, außerdem gibt es auch keine nervige Werbung.