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Berlins Immobilien stehen hoch im Kurs

Berlins Immobilien stehen hoch im Kurs

Wer Geld hat, der möchte dieses Geld investieren, damit es sich vermehrt. Aktien sind eine Möglichkeit der Geldvermehrung, die Beteiligung an Unternehmen ist eine andere. Besonders beliebt ist jedoch der Kauf von Immobilien, denn das sogenannte „Betongold“ ist nach wie vor heiß begehrt. Es sollten aber nicht irgendwelche Immobilien, sondern echte „Filetstücke“ sein, nach Möglichkeit in einer der boomenden Städte in Europa. London und Berlin sind aktuell besonders gute Adressen, wenn es um das Investment Immobilien geht.

Die Nachfrage ist groß

London ist eine Megacity, ein internationaler Finanzplatz und ein „Place to be“, also ein Ort, an dem der Puls der Zeit schlägt. Der Brexit hat die Stadt an der Themse jedoch eine Menge Pluspunkte gekostet, denn besonders das Finanzgeschäft ist jetzt auf der Suche nach einer neuen Heimat. Das macht sich auch auf dem Immobilienmarkt bemerkbar, denn die Preise für Luxuswohnungen sind zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder zurückgegangen. Für die Londoner Immobilienhändler ist das kein Grund zur Panik, sie sind fest davon überzeugt, dass die britische Hauptstadt wieder begehrt sein wird. In einer anderen Megacity ist die Nachfrage nach Immobilien aber nach wie vor hoch, und zwar in Berlin. Berlins Immobilien werden nicht zu den Preisen wie in London oder New York gehandelt, aber die Stadt an der Spree kann durchaus mithalten, wenn es um interessante Immobilien geht.

Die Preise werden steigen

Noch kann die deutsche Hauptstadt nicht im Chor der ganz großen Citys mitsingen, aber die florierende Wirtschaft und die verhältnismäßig günstigen Preise für Immobilien machen Berlin für Investoren begehrlich. Die Frage eines Investors ist immer: Wo bekomme sich für wenig Geld viel Wohnraum? Wer sich die Preise einmal genau ansieht, der weiß auch, wie günstig Berlin ist. Für eine Million Euro bekommt man in Monaco gerade einmal 16 Quadratmeter, in Hongkong sind es immerhin 22 Quadratmeter, in New York 25, in London 28, in Singapur 39 und in Berlin sage und schreibe 78 Quadratmeter Wohnfläche. Im Vergleich dazu, in Frankfurt sind 2016 nur 37 Häuser verkauft worden, die eine Million Euro oder mehr gekostet haben. Das teuerste Objekt war eine Villa für knapp vier Millionen, die also noch weit unter der sonst üblichen zehn Millionen Euro Grenze liegt.

Zentral gelegen ist begehrt

Wohnen in der City ist wieder im Trend. Es gab eine Zeit, wo sich Leute mit viel Geld eine Villa in der Peripherie der großen Städte gesucht haben, aber diese Zeiten sind vorbei, heute will man wieder ins volle Leben einer Großstadt einsteigen. Zentrale Lagen sind in London ebenso beliebt wie in Berlin, in München oder in Manhattan. Ebenfalls begehrt sind Immobilien, die am Wasser, also am Meer, an einem See oder an einem Fluss liegen. Besonders in diesen exponierten Lagen ist das Angebot momentan knapp und das treibt natürlich die Preise in die Höhe. Experten schätzen, dass der Anstieg bei knapp sieben Prozent liegen wird, nur in der französischen Hauptstadt Paris werden es wohl neun Prozent sein.

Kommt es zu einer Immobilienblase?

Mit dem Wort „Blase“ gehen die Immobilienhändler weltweit sehr vorsichtig um. Trotzdem besteht nach wie vor die Gefahr, dass es zu einer Immobilienblase kommt. Das liegt zum einen an dem extremen Preisanstieg für Immobilien in Chinas Städten und zum anderen an der Regulierung, wenn es darum geht, diese Immobilienblasen zu vermeiden. In China sind die Preise übertrieben, was den Rest der Welt angeht, offenbar aber nicht. Das mag daran liegen, dass es immer mehr sehr reiche Menschen gibt und die meisten sind in den USA zu Hause. In Europa ist die Zahl der Superreichen zwischen 2012 und 2017 um zehn Prozent gestiegen und sie sind ständig auf dem Immobilienmarkt unterwegs.