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So werden Industrieabwässer gereinigt – Übersicht der Verfahren

So werden Industrieabwässer gereinigt – Übersicht der Verfahren

12. August 2019
So werden Industrieabwässer gereinigt – Übersicht der Verfahren 13

Industrielle Abwässer sind eine heikle Sache und haben in der Vergangenheit immer wieder für meist negative Schlagzeilen gesorgt. In den letzten Jahren ist die Entwicklung in diesem Bereich jedoch sehr weit gekommen und heute ist es möglich, viele ganz verschiedene Verfahren für die Reinigung von industriellem Abwasser anbieten zu können.

Aber welche Unterschiede gibt es zwischen Fällung, Sedimentation, Verdampfung, Flotation und Dekantierung?

Abwasserreinigung : Die Dekantierung

Mit dem Begriff dekantieren können wahrscheinlich alle etwas anfangen, die gerne Wein trinken. Aber dekantiert wird auch, wenn es um ein Verfahren für die Reinigung von industriellem Abwasser geht. Beim Dekantieren handelt es sich um einen Trennungsprozess, bei dem Schmutzpartikel mit unterschiedlicher Größe voneinander getrennt werden. Das kann unter anderem mit der Hilfe einer Zentrifuge oder mit einem speziellen Sieb passieren. Das Dekantieren ist ein automatischer Prozess, der eine große Sicherheit bei der Reinigung von industriellen Abwässern bietet.

Abwasserreinigung : Die Fällung

Große Sicherheit verspricht ebenfalls die Fällung, eine weitere Möglichkeit, wenn es darum geht, Abwässer aus der Industrie zu reinigen. Bei der Fällung handelt es sich in erster Linie um einen rein chemischen Prozess, bei dem Stoff aus einer Lösung ausgeschieden wird. Die Fällung hat sich besonders bei der Entfernung von Schwermetallen aus dem Abwasser bewährt. Bei diesem Verfahren ist der pH-Wert von großer Bedeutung und es wird sowohl mit Säuren als auch mit Laugen gearbeitet. Besonders bei Schwermetallen ist ein sicheres Reinigungsverfahren sehr wichtig, was durch das Fällungsverfahren garantiert wird.

Abwasserreinigung : Die Flotation

Wenn es um ein bekanntes und bewährtes Verfahren geht, um Abwässer aus der Industrie zu reinigen, kommt die Flotation infrage. Bei diesem Verfahren wird das Abwasser mit der Hilfe eines Verdichters mit Luft angereichert. In der Folge bilden sich sehr feine Luftblasen, in den sich anschließend die Schmutzpartikel absetzen. Um welches Material es sich dabei handelt, spielt indes keine Rolle. Die Schmutzpartikel können nicht nur aus Kunststoff, sondern auch aus Öl, Fett oder aus Lack sein und sie steigen mit den Bläschen zur Oberfläche des Wassers auf. Dort lassen sie sich sodann mittels eines automatischen Verfahrens abschöpfen.

Abwasserreinigung: Die Sedimentation

Eine einfache und doch effektive Form der Reinigung von Abwasser ist die Sedimentation. Alle festen Stoffe, die in einer Flüssigkeit enthalten sind, setzen sich am Boden ab, da sie die höhere Dichte haben. Dieser Prozess geschieht immer selbstständig und lässt sich zudem sehr gut kalkulieren. Die genaue Geschwindigkeit, mit der die festen Stoffe zu Boden sinken, lässt sich durch unterschiedliche Werte exakt bestimmen. Das Gleiche gilt außerdem für die Dichte des zu reinigenden Abwassers, sowie für die Dichte der Stoffe, die Konstante bei der Gravitation und die Größe der Schmutzpartikel. Die Möglichkeit der genauen Berechnung macht die Sedimentation zu einem beliebten und einfachen Verfahren der Abwasserreinigung.

Abwasserreinigung: Die Verdampfung

Ein thermisches Verfahren ist die Verdampfung. Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn es darum geht, Stoffe, die nicht wasserdampfflüchtig sind, vom Wasser sauber zu trennen. Das Wasser verdampft, wenn es erhitzt wird. Danach kondensiert es und was übrig bleibt, ist das kondensierte Wasser sowie ein Konzentrat mit nichtflüchtigen Bestandteilen.