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Google Pay auf dem Smartphone installieren

Google Pay auf dem Smartphone installieren

25% der Chinesen zahlen an der Kasse mit dem Smartphone. In den USA nutzen 15,1 % der Konsumenten das Smartphone für Zahlungen. In Deutschland bezahlten 2017 erst 1,3 % aller Verbraucher im stationären Handel mit einem mobilen Endgerät. Durch Google Pay könnte sich das Zahlverhalten der Deutschen bald verändern.

Seit Ende Juni 2018 ist die Google Pay App in Deutschland verfügbar. Zahlungen können seither per digitalen Datentransfer über die Smartphone-App in Echtzeit am Zahlungsterminal des Händlers getätigt werden. Das Smartphone wird im Laden vor das Kassenterminal gehalten, die Zahlung wird sofort automatisch ausgeführt und vom Kreditkartenkonto gebucht.

Google Pay in wenigen Schritten einfach und sicher in Betrieb nehmen

Das sind die Voraussetzungen für die Verwendung von Google Pay als Zahlungsmittel:

  • Smartphone mit Android-Betriebssystem ab Android 5.0 sowie NFC-Kompatibilität
  • Ob das Smartphone die „Near-Field-Communication“ NFC unterstützt, steht in den „Einstellungen“ unter „Verbindungen“ oder „Drahtlos/Netzwerke“.
  • Google-Account mit hinterlegten Zahldaten eines Kreditkartenkontos (Visa oder MasterCard) bei
    • Comdirect
    • Commerzbank
    • Wirecard (Boon-MasterCard)
    • N26
    • bald:
    • Landesbank Baden-Württemberg/ Baden-Württembergische Bank
    • Revolut

Sind diese Voraussetzungen gegeben, fehlt nur noch die Installation der Google Pay App.

  • Google Pay aus dem Playstore herunterladen
  • Nutzungsbedingungen akzeptieren->
  • Jetzt starten->
  • Karte hinzufügen->
  • Kreditkartendaten hinterlegen-> Speichern

Die hinterlegten Kreditkartendaten können jederzeit geändert oder gelöscht werden. Dazu unter „Zahlungsmethoden“ die gelisteten Kreditkartendaten auswählen und über den Button „Entfernen“ löschen oder hinzufügen und auswählen.

Ablauf des Bezahlvorgangs

Beim Bezahlen mit Google Pay wird automatisch eine Verknüpfung zu den hinterlegten Zahldaten erstellt und durch Auslösen des Buttons „Bezahlen“ wird die Transaktion über den Online-Shop ausgeführt. Unterstützt eins tationäres Geschäft den verwendeten Kontaktlos-Standard EMV, ist das an dem wellenförmigen WLAN-Logo am Kassenterminal zu erkennen. Das gezeigte Wellensymbol plus Karte befindet sich auch auf für mobile Zahlungen geeigneten Kreditkarten. Anbieter in Deutschland sind unter anderem derzeit ALDI Süd, Aral, C&A, Deichmann, Deutsche Bahn, Deutsche Post, Deutsche Telekom, DHL, dm, Douglaus, FlixBus, H&M, Hermes, Hornbach, Hunkemöller, Kaufland, Kik, Lidl, Mango, McDonalds, MediaMarkt, Müller, New Yorker, Nordsee, Norma, O2, Rossmann, Saturn, Shell, Sixt, Subway, Tally Weijl, Tchibo und Vodafone.

Wird beim entsperrten Display das Smartphone mit der Rückseite vor das Kartenlesegerät gehalten, wird die Zahlung vom Kreditkartenkonto abgebucht. Die Google Pay-App muss dabei nicht geöffnet sein.

So läuft die Zahlungstransaktion ab

Bei der Zahlung mit Google Pay werden nicht die Kreditkartendaten übertragen, sondern verschlüsselte Zeichenketten, sogenannte „Token“. Herkömmliche EC-Karten verfügen noch nicht über diese sichere Tokenization-Verschlüsselungsmethode und können daher nicht für Zahlungen mit Google Pay verwendet werden.

Für erhöhte Sicherheit sorgen

Es ist unwahrscheinlich, dass Zahlungen ungewollt ausgelöst werden. Um den Zahlvorgang auszulösen, muss sich das Smartphone etwa 4 cm vor dem Lesegerät befinden, um auf Near Field Communication zu reagieren. Beträge von bis zu 25 Euro können ohne Entsperren des Smartphones gezahlt werden. Lediglich das Display muss aktiv sein, während die Rückseite des Handys an das Lesegerät der Kasse gehalten wird. Bei Zahlungen über 25 Euro muss das Smartphone zuvor entsperrt werden.

Um für Sicherheit zu sorgen, sollten Sie trotzdem folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Ungewollten Zugriff auf das Smartphone verhindern und das Gerät unbedingt über PIN/Passwort, Gesichtserkennung /Iris-Scanner oder Fingerabdruck sichern
  • NFC nach dem Zahlvorgang ausschalten, um keine versehentlichen Zahlvorgänge auszulösen
  • Bei Verlust des Smartphones die hinterlegten Kreditkartendaten über einen PC auf https://pay.google.com im Google-Pay-Konto entfernen

Datenschutz und Gebühren

Die beim Bezahlen übermittelten Daten zum Zahlbetrags sowie Ort und Zeit des Einkaufs werden über einen digitalen Zahlbeleg als „Rich Receipt“ gespeichert und sind durch die DSGVO geschützt. Transaktionsgebühren werden von Google für den Verbraucher nicht erhoben. Der Händler zahlt die gleichen Gebühren, die auch bei einer Kreditkartenzahlung für ihn anfallen würden. Im internationalen Ausland bereits weit verbreitet, ist Google Pay eine gute Zahlungsart für Einkäufe während einer Urlaubsreise. Für Zahlungen im Ausland gelten für den Verbraucher die gleichen Transaktionsgebühren, die bei Zahlungen über die mit Google Pay verknüpfte Kreditkarte anfallen.