Versicherungen im Wandel der Digitalisierung

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Versicherungen im Wandel der Digitalisierung

Die Welt von heute ist eine vernetzte Welt. Jeder kann sich mit seinem Smartphone oder mit dem Tablet in den sozialen Netzwerken einloggen, Dokumente oder Bilder in einer Cloud speichern und alles nach Bedarf wieder abrufen.

Immer mehr Menschen wickeln ihre Bankgeschäfte online ab und wer ein Konto eröffnen will, der kann das ganz einfach vom heimischen Computer aus. Mit dem digitalen Zeitalter steigen auch die Herausforderungen und die Ansprüche an die Versicherungen, aber welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Versicherungsbranche?

Gefahren und Chancen der digitalen Versicherung

Die klassische Vermarktung von Versicherungen wird es nach Ansicht von Experten in den kommenden Jahren nicht mehr geben. Wie die Bankgeschäfte, so wird auch alles rund um die Versicherung auf dem Onlineweg abgewickelt. Aber wie sehen die Deutschen diese Entwicklung? Können sie sich mit der digitalen Versicherung abfinden? Wo sind die Gefahren und wo die Chancen? Nach einer Digitalisierungsstudie über die Versicherungsbranche in 2017 der Gothaer Versicherung überwiegen die Chancen, aber auch die Risiken werden realistisch gesehen.

Die Chancen

  • 89% sehen den Zugriff auf mehr Informationen vorteilhaft
  • 87% sind davon überzeugt, dass die Nutzung von mobilen Geräten steigen wird
  • 86% begrüßen die schnelleren elektronischen Prozesse

Die Gefahren

  • 50% der Deutschen haben rechtliche Bedenken gegen die digitale Versicherung
  • 52% fürchten einen Abbau von Arbeitsplätzen
  • 80% sehen die Sicherheit der Daten gefährdet

Wollen die Deutschen die digitale Versicherung?

75% der für die Umfrage der Gothaer Versicherung befragten Personen können sich mit dem Gedanken anfreunden, dass die Digitalisierung auch in der Versicherungsbranche Einzug hält. Allerdings ist das digitale Angebot nicht das einzige Kriterium, wenn es um die Auswahl der richtigen Versicherung geht, es sind andere Wünsche, die die Kunden haben. So schätzen

  • 88% der Befragten einen persönlichen Ansprechpartner
  • 80% wünschen sich einen guten Rundumservice
  • 81% sind der Meinung, dass die Leistungen der Versicherungen transparenter sein müssen

Noch sind die deutschen Versicherungsnehmer eher skeptisch, wenn es um den Abschluss einer Versicherung auf dem Onlineweg geht. Bislang haben nur 25% eine Hausrat- oder eine Haftpflichtversicherung online abgeschlossen und nur 23% haben den Onlineweg gewählt, um eine Krankenversicherung abzuschließen. Da ist also noch eine Menge Luft nach oben.

Verlieren die Versicherungen langsam den Anschluss?

Viele Bundesbürger stehen digitalen Versicherungen offen gegenüber, aber nur jeder Zehnte ist an einer Beratung auf dem Onlineweg interessiert. Die große Mehrheit (81%) möchte nach wie vor persönlich von einem Versicherungsmakler beraten werden. Für die Versicherungen entsteht eine Art Zwickmühle, denn auf der einen Seite wollen sie den digitalen Anschluss nicht verlieren, auf der anderen Seite jedoch fürchten sie sich bei zu viel Digitalisierung vor der negativen Reaktion der Verbraucher.

Die Aufgabe der Versicherungen in den nächsten Jahren wird sein, einen goldenen Mittelweg zu finden. So sollte der persönliche Ansprechpartner erhalten bleiben, viele Serviceleistungen könnten jedoch auf dem Onlineweg angeboten werden.

Frauen stehen der Digitalisierung in der Versicherungsbranche deutlich skeptischer gegenüber als Männer. Frauen fürchten um die Sicherheit der Daten und sehen auch rechtliche Probleme. Ein weiterer Punkt, den Frauen realer sehen als Männer, ist das mögliche Problem, dass Arbeitsplätze verloren gehen.

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