Deutsche Immobilien sind bei Investoren heiß begehrt

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Wohnen in Deutschland wird immer teurer und viele fragen sich, wann endlich das Ende der Preisspirale erreicht wird. Der teure und knappe Wohnraum hat mehrere Gründe. Zum einen werden zu wenig bezahlbare Wohnungen gebaut, zum anderen sorgen auch Investoren aus dem Ausland dafür, dass die Preise oben bleiben. Der deutsche Immobilienmarkt ist bei Investoren heiß begehrt und so lange die Europäische Zentralbank ihre desaströse Zinspolitik nicht ändert, wird der Druck auf dem Immobilienmarkt nicht abnehmen.

Mehrzahl der Investoren wird risikofreudig

Die Einkaufszettel der Investoren sind gut gefüllt und sie sind mittlerweile bereit, so manches in Kauf zu nehmen, um das Objekt der Begierde zu bekommen. Das sah vor einigen Jahren noch etwas anders aus, damals waren Investoren noch nicht so risikofreudig wie das heute der Fall ist. In der Regel verbergen sich hinter der Mehrzahl der Investoren offene Spezialfonds, die an langfristigem Kapital interessiert sind, denn das wünschen sich die Anleger. Diese Anleger sind zum Beispiel im Bereich der Pensionskassen und Versorgungskassen zu finden, aber auch Genossenschaften und Wohnungsgesellschaften sind unter den Kunden zu finden. Diejenigen, die ein Haus suchen und sich den Traum vom eigenen Heim für die Familie erfüllen möchten, sind verärgert und rufen nach der Politik, die endlich einschreiten soll.

Sondierungspapiere sehen 1,5 Millionen neue Wohnungen vor

Während vor den Wahlen die Versprechen groß sind, relativieren sich diese Versprechen nach der Wahl sehr schnell wieder. Wenn es nach dem Sondierungspapier der SPD und der CDU/CSU geht, dann sollen in dieser Legislaturperiode 1,5 Millionen neue Wohnungen frei finanziert und dann mit öffentlich geförderten Mitteln gebaut werden. Zudem will die Große Koalition mehr Land als Bauland ausweisen und damit den Anreiz für den Bau eines eigenen Hauses fördern. Dass dies nicht immer wie geplant funktioniert, zeigt ein Beispiel aus Frankfurt am Main. Dort werden 522 neue Wohnungen gebaut. Nur gerade einmal zwei Prozent der Wohnungen haben einen Quadratmeterpreis von 12,50 Euro, der Rest kostet 10.000 Euro pro Quadratmeter. Eigentlich müssten es 30 Prozent an öffentlich geförderten Wohnungen sein, aber da das Interesse an den teuren Wohnungen so groß ist, schaut niemand mehr so genau hin.

Investiert wird in Projektentwicklungen

Wie hoch der Druck auf dem deutschen Immobilienmarkt ist, lässt sich auch daran erkennen, dass immer mehr Investoren keine richtigen Wohnungen, sondern nur sogenannte Projektentwicklungen kaufen, also Wohnungen, die noch im Bau sind. Dieses Kaufverhalten liegt vor allem daran, dass Bestandswohnungen immer knapper und immer teurer werden. Inzwischen sind es fast 30 Prozent, die Investoren für ihre Anleger als Bestandswohnungen kaufen. Alleine 2017 waren es 4,1 Milliarden Euro, die insgesamt für die Wohnungen im Rohbau bezahlt wurden, ein gutes Viertel mehr, als das 2016 der Fall war.

Das zweitbeste Jahr für die Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt

Investoren wie etwa die DWH Deutsche Werte Holding AG, können auf dem deutschen Immobilienmarkt ein kräftiges Wachstum verzeichnen. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass die DWH an die großen Erfolge aus dem vergangenen Jahr anknüpfen möchte. So wird an weniger attraktiven Standorten in attraktiven Städten gesucht, aber auch in sehr guten Lagen in kleinen Städten. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Wohnimmobilien, sondern auch vermehrt auf gewerblichen Immobilien, die jedoch mindestens eine Fläche von 500 Quadratmetern haben sollten. Diese Wohn- und Nutzimmobilien versprechen eine Rendite, die über dem Durchschnitt liegt. Das vergangene Jahr war mit seinen knapp 73 Milliarden Euro das zweitbeste Jahr für die Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt. Für Unternehmen wie die DWH ist Deutschland nach wie vor ein vielsprechender Markt mit einem mehr als großen Angebot.

Wo investieren die ausländischen Investoren?

Bevorzugt suchen die Investoren aus dem Ausland Immobilien in München, Frankfurt und Hamburg, den Top 3 unter den teuersten Städten der Republik. Interessiert sind die Investoren mittlerweile auch an Wohnungen und vor allen an Gewerbeimmobilien in Ulm, Heidelberg, Mainz und Freiburg, in Städten, die vor wenigen Jahren noch keine allzu große Rolle auf dem deutschen Immobilienmarkt gespielt haben. Die Konsequenzen dieses Kaufrausches zeigen sich in den drastisch gestiegenen Mieten und horrenden Kaufpreisen für Häuser und Wohnungen. In Städten wie Frankfurt oder München kostet der Wohnraum heute mehr als doppelt so viel wie im Jahre 2009. Die Schuld alleine auf die Investoren aus dem Ausland zu schieben, ist jedoch falsch, denn rund 75 Prozent der Immobilieninvestoren auf dem Wohnungsmarkt kommen aus Deutschland.

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